KI streicht Assistenz-Jobs

Was jetzt wirklich zählt und wie du dein Profil schärfst

Von Kathrin Wood

Executive Assistant Karriere 2026:
Warum dein Profil jetzt entscheidet

Vom Aufgabenprofil zum Wirkungsprofil und was KI damit zu tun hat.

PwC hat im Februar 600 Stellen gestrichen: Executive Assistants, Recruiter, Support-Funktionen. McKinsey und EY verlagern ähnliche Rollen ins Ausland. (Quelle: Bloomberg, Mai 2026)

Gleichzeitig fällt es uns im Recruiting jeden Monat schwerer, hochkarätige Assistenz-Positionen zu besetzen. Nicht weil es keine Assistenzen gibt. Sondern weil es zu wenige Profile gibt, die zeigen, was sie wirklich leisten.

Beides ist wahr. Und beides erklärt sich durch dasselbe Prinzip.

Der Markt für Assistenzen stirbt nicht. Er sortiert.

Was KI wirklich übernimmt – und was nicht

Die Aufgaben, die KI heute erledigt, sind genau die, die in den meisten Assistenz-Lebensläufen ganz oben stehen: Termine koordinieren, Reisen buchen, Protokolle schreiben, E-Mails vorformulieren, Berichte zusammenfassen. Das sind keine unwichtigen Aufgaben. Aber es sind Aufgaben, die sich automatisieren lassen und die deshalb nicht mehr das Herzstück eines überzeugenden Profils sein können.
Was nicht automatisierbar ist, ist das, was wirklich zählt: Prioritäten einordnen, wenn Chaos entsteht. Zwischen Führungskraft und Team übersetzen. Vertrauen aufbauen, das keine Software aufbauen kann. Entscheidungen vorbereiten, die eine Führungskraft entlasten, ohne dass sie es ihr sagen muss. Das ist kein Support. Das ist strategische Partnerschaft.

HR-Führungskräfte stellen sich gerade öffentlich die Frage, welche Funktion in einer KI-gestützten Welt überhaupt noch rein unterstützend sein kann. Die Antwort lautet: keine, die wirklich gut ist.

Der Unterschied liegt nicht im Job. Er liegt im Profil.

Die Assistenzen, die gerade entlassen werden und die, die händeringend gesucht werden, machen oft denselben Job. Sie sitzen im selben Büro, tragen dieselbe Verantwortung, haben dieselbe Erfahrung. Der Unterschied liegt nicht in dem, was sie tun. Er liegt darin, wie sie beschreiben, was sie bewirken.

Wer seinen Lebenslauf als To-do-Liste aufgebaut hat, verliert.
Wer ihn als Wirkungsnachweis aufgebaut hat, wird angerufen.

Das klingt einfach. Ist es aber nicht. Denn die meisten Assistenzen sind so tief im operativen Alltag, dass sie ihre eigene Wirkung gar nicht mehr sehen. Sie wissen, was sie tun, aber nicht mehr, was dadurch möglich wird. Genau das ist die Lücke, die wir im Recruiting häufig erleben.

Was Unternehmen heute wirklich suchen

Wenn wir Briefings von Unternehmen erhalten, die eine Executive Assistant suchen, hören wir immer wieder dieselben Formulierungen: jemand, der mitdenkt, bevor er gefragt wird. Jemand, der die Führungskraft kennt, bevor sie selbst weiß, was sie braucht. Jemand, dem man vertraut, auch mit den Dingen, die nicht im Protokoll stehen. Viele dieser Profile entwickeln sich mit der Zeit zur Rolle des Executive Business Partners – einer Funktion, die weit über klassische Assistenz hinausgeht. 

Das steht selten so in der Stellenanzeige. Aber es entscheidet, wer den Job bekommt.

Und es entscheidet auch, wer ihn behält.

Was du jetzt konkret tun kannst

Wir haben einen kostenlosen Guide geschrieben, der dir zeigt, wie du diesen Shift konkret umsetzt. Mit dem Perspektivenwechsel vom Aufgaben- zum Wirkungsprofil, den vier Kompetenzen, die KI nicht ersetzen kann, einer Vergleichstabelle für deinen Lebenslauf und konkreten Übungen für dein nächstes Interview. Wer seine Wirkung kennt, kann sie auch messen. Wie das konkret geht, zeigen wir in unserem Beitrag zu Executive Assistant KPIs.

 

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Deine Wirkung bleibt, auch wenn Routine automatisiert wird.

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